Hitlers Kinder antworten Prof. Guido Knopp

Kurz vor Ihrem Tod veröffentlichte die höchste BDM-Führerin, Jutta Rüdiger, in unserem Verlag ihre letzte Broschüre. Eine Richtigstellung zur Fernsehreihe „Hitlers Kinder“, die in ARTE und im ZDF ausgestrahlt wurde und als DVD erhältlich ist. Die Autorin, widerlegt die von Guido Knopp und seinen Mitarbeitern aufgestellten Behauptungen.

http://www.zeitreisen-verlag.de/Buecher/Der-2Weltkrieg/Kritische-Geschichtsforschung/Jutta-Ruediger-Hitlers-Kinder-antworten-Prof-Guido-Knopp.html

 

Jutta Rüdiger (* 14. Juni 1910 in Berlin, † 13. März 2001 in Bad Reichenhall) war eine deutsche Psychologin und von 1937 bis 1945 Reichsreferentin des Bundes Deutscher Mädel (BDM).

Zitat:
Leben Jutta Rüdiger litt mit ihrer Familie bereits 1923 während der Ruhrbesetzung durch die Franzosenherrschaft. Dadurch beschäftigte sie sich schon als junges Mädchen mit der deutschen Geschichte und setzte sich für die Wahrheit über Deutschland ein. Sie besuchte daher die ersten Kundgebungen Adolf Hitlers und in ihr wuchs die Einsicht, daß nur unter dessen Führung eine Befreiung ihres Vaterlandes ermöglicht werden könne.Die gebürtige Berlinerin studierte in Würzburg Psychologie und promovierte mit Auszeichnungen (magnacum laude). Rüdiger war von 1933 bis 1935 Fachpsychologin und Assistentin am Institut fur Arbeits- und Berufsforschung der Rheinprovinz in Düsseldorf. 1933 wechselte sie vom ANSt zum BDM, erst als Schar-, dann als Ringführerin. 1934 übernahm sie die Leitung der Abteilung für weltanschauliche Schulung und Kultur des BDM-Gaus Düsseldorf, danach des Obergaues Ruhr-Niederrhein. Ab 1935 durchlief Jutta Rüdiger die westlichen Dienststellen von der unteren bis zur höchsten Stufe. Im Juni 1935 wurde sie Stabsleiterin im Obergau Ruhr-Niederrhein, im Oktober 1935 Obergauführerin und ab Oktober 1936 Inspektionsbeauftragte in der Reichsjugendführung. 1937 wurde sie Sonderbeauftragte der Reichsreferentin und trat in die NSDAP ein. 1937 übernahm sie im Alter von 27 Jahren die Führung der größten Mädelorganisation Deutschlands.

„Die schwerste und…schönste Verpflichtung, die unserer Mädelgemeinschaft gegeben wurde, ist Trägerin und Hüterin der Weltanschauung zu sein, die unser Volk frei und glücklich gemacht hat, deutsche Art und deutsches Blut weiterzugeben an kommende Generationen…“

Im Jahre 1938 hatte sie als Erweiterung der Jugenderziehung gemeinsam mit Reichsjugendführer Baldur von Schirach das „BDM-Werk Glaube und Schönheit“ ins Leben gerufen. Auf der Gründungsveranstaltung des Europäischen Jugendverbandes in Wien im September 1942 wurde Jutta Rüdiger zur Präsidentin gewählt.

Nach der Zerschlagung des Nationalsozialismus und der Kapitulation im Jahre 1945 verbrachte sie zweieinhalb Jahre in amerikanischer und britischer Internierung. 1948 gründete sie eine psychologische Praxis in Düsseldorf und arbeitete als Kinder- und Jugendpsychologin. Nach Beendigung der Berufstätigkeit betrieb sie jahrelang eine publizistische Tätigkeit zur historischen Rehabilitierung des BDM. Am Morgen des 13. März 2001 verstarb sie im Bad Reichenhaller Krankenhaus. Eine Woche zuvor hatte sie bereits einen Herzinfakt erlitten. Die ehemalige Reichsreferentin des BDM hat unermüdlich für die historische Wahrheit gekämpft, so unter anderem mit ihrer letzten Streitschrift “Hitlers Kinder antworten Prof. Guido Knopp“, einer Erwiderung auf die ZDF-Serie „Hitlers Kinder“ als eine historisch zutreffende Abrechnung mit diesem selbsternannten “Historiker”.

Quelle: Metapedia

„Hitlers Kinder antworten Prof. Guido Knopp“

von Jutta Rüdiger

Herr Professor, Sie haben Erfolg und Glück gehabt bei „Hitlers Helfern“ und „Hitlers Kriegern“. Diese leben alle nicht mehr und konnten sich nicht wehren beziehungsweise Richtigstellungen vornehmen. Von „Hitlers Kindern“ leben noch viele, die nach der Darstellung ihres Lebens in der Hitler-Jugend durch Sie zu der Erkenntnis gekommen sind, dass die negativen Kommentare, die darin gegeben werden, wahrscheinlich auf ungenügenden Recherchen Ihrerseits beruhen. Hier sollen nun einige Antworten darauf folgen.

Teil 1 „Verführung“

Nur einige Aussagen seien hier angeführt:

Entfremdung vom Eltern durch die Jugendgemeinschaft. Schon das Thema des 1. Teiles „Verführung“ beweist eine Voreingenommenheit. Die Hitler-Jugend sollte zur Ersatzfamilie werden. Die Jungen waren lieber mit den Kameraden zusammen als mit den Eltern. Gerade jetzt im Jahr 2000 erzählte eine Mutter, dass ihr Sohn ans Sonntag lieber mit seinen Freunden eine Radtour macht, als mit seinen Eltern zusammen etwas zu unternehmen. Wir fragen uns, ob der auch noch durch die Hitler-Jugend verführt worden ist? Herr Professor kennt wohl nicht die Gesetze Jugendlicher Entwicklung, dass Jungen in der Pubertät versuchen, sich von den Eltern abzunabeln, und sich als selbständige Erwachsene beweisen wollen.

Die Eltern sollten ihr Erziehungsrecht aufgeben, wie Ihr Kommentar da behauptet. Gerade der Reichsjugendführer Baldur von Schirach hat sich mehrfach an die Eltern gewandt und um ihr Vertrauen gebeten und zum Ausdruck gebracht, dass ohne das Vertrauen der Elternschaft diese Hitler-Jugend nicht aufgebaut werden konnte und hat ihnen dafür gedankt. Durch das Marschieren in einer Kolonne und das gemeinsame Singen von Liedern würden die Jugendlichen einer Magie unterliegen, die sie betäubte.

So würden zum Beispiel alle Soldaten betäubt zum Kampf ausrücken. Schlomo Perel: In welcher einzigartigen HJ-Einheit war er eigentlich, in der gesungen wurde „Wenn das Judenblut von Messer spritzt“ – dazu noch 1943? Die Hitler-Jugend-Schule, die er in seinem Buch „Der Hitler-Junge Salomon“ angibt, in Braunschweig, die gleichzeitig Schulunterricht vermittelte, gab es gar nicht. Außerdem wurde bestimmt an keiner Schule der HJ ein solches Lied gesungen, weil der Reichsjugendführer Baldur von Schirach schon 1934 der HJ das Lesen der Zeitschrift „Der Stürmer“ verboten hatte. Wie glaubwürdig sind Perels Aussagen?

Auch das Marschieren zu den Aushängekästen dieser Zeitschrift ist deshalb nicht vorgekommen, Herr Knopp. So ist die Teilnahme an der „Reichskristallnacht“ der Jugend untersagt worden. Als der zweite Deutsche – erst Gustloff, dann vom Rath – von einem Juden ermordet worden war, entstand eine Pogromstimmung. Als von Schirach das bemerkte, erfolgte durch einen sofortigen Rundruf an alle Gebiete der HJ die Anweisung, die HJ habe auf keinen Fall daran teilzunehmen. Nachdem in München aus Eigeninitiative fünf Jungen den Antiquitätenhändler Bernheimer um Geld erpresst hatten, ließ von Schirach durch seine Frau am nächsten Tag mit einer Entschuldigung der Reichsjugendführung das Geld zurückbringen, und die Jungen wurden sofort aus der HJ ausgeschlossen.

Auch hat es kein Schulungsmaterial der Reichsjugendführung in Schulen gegeben, in dem gegen die Juden gehetzt worden ist. Von Schirach hat dieses Pogrom als eine Kulturschande bezeichnet und dies Adolf Hitler gegenüber auch zum Ausdruck gebracht. Von Schirach berichtete später seinen Mitarbeitern, dass Hitler ihm gesagt habe: „Dieser Vorgang hat mich um Jahre in meiner Politik zurückgeworfen.“

In Ihrer Sendung heißt es weiter: Durch den schönen Schein mancher Veranstaltung oder durch das Taktgefühl des Marschierens gehe das Taktgefühl des Gewissens unter, so auch das Wissen und den Unterschied von Recht und Unrecht. Diese gewagte, künstlich konstruierte Behauptung könnte man auch auf Professor Guido Knopp übertragen: dass er durch den schönen Schein seiner zusammengestellten Bilder und Kommentare sein Gewissen verloren hat und das Wissen um den Unterschied von Recht und Unrecht. Bei der Jugend von damals entstand dadurch das Gefühl der Kameradschaft und des Einstehens füreinander. Totale Gleichheit, Enteignung des deutschen Jungen und bedingungslose Selbstaufgabe gab es nicht. Gleichheit – nicht totale – gab es nur durch die Überwindung des klassenkämpferischen Gedankens mit der Erkenntnis, dass jeder, ob Sohn des Arbeiters, Bauern, Unternehmers oder Gelehrten, gleich wertvoll war, wenn er seinem Können gemäß sich für die Gemeinschaft des Volkes einsetzte. Keiner sollte sich bedingungslos aufgeben oder seiner Persönlichkeit enteignet werden. Ins Gegenteil, die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit wurde dadurch gefördert, dass sich jeder seinen Interessen und seiner Begabung entsprechend für die verschiedensten Arbeitsgebiete entscheiden konnte, wie Flieger–, Marine-, Motor-, Nachrichten-HJ, Spielscharen (Musik, Chöre, Orchester), Laienspiel, das HJ-Ausbildungswerk Architektur und Technik. Jeder Jugendliche sollte sich zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickeln und zugleich mit seinen Fähigkeiten der Gemeinschaft zur Verfügung stehen. Herr Knopp lässt nur Ausländer aussagen wie Howard Smith, vor 1939 US-Korrespondent in Berlin, der zum Beispiel sagt: „Die Erziehung der Hitler-Jugend war eine Erziehung, die die Welt erschrecken ließ.“


Zu bedenken ist dabei der Bericht von Januar 1939 durch Potocki, polnischer Botschafter in Washington (sinngemäß in gekürzter Fassung wiedergegeben): Roosevelt, der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, bereite mit Hilfe der Medien, die fast alle in jüdischer Hand waren, die amerikanischen Bürger auf einen Krieg gegen Deutschland vor. Es war eine regelrechte Hetzkampagne, in der der Nationalsozialismus als das Gefährlichste in dieser Welt dargestellt wurde. Damit wollte Roosevelt von den Schwierigkeiten im eigenen, Lande – große Arbeitslosigkeit, Streiks – ablenken. So war Smith verpflichtet, entsprechend negativ nach Amerika zu berichten, und sieht dies wohl dadurch heute noch so. Im Gegensatz dazu war der französische Botschafter in Berlin, Andre Francois Poncet so beeindruckt von der Erziehung der Hitler-Jugend, dass er den Reichsjugendführer Baldur von Schirach darum hat, seinen Sohn am Dienst in der Hitler-Jugend teilnehmen zu lassen. Der französische Premierminister empfing eine Abordnung der Hitler-Jugend mit den Worten: „Ihr seid die glücklichste Jugend der Welt.“ Um das Kapitel „Verführung“ abzuschließen: Letztere waren in den Augen von Herrn Knopp sicher.

Teil 2 „Hingabe“

Schon der erste Satz dieser Sendung zeigt wieder eine Voreingenommenheit: Der Aufbruch des BDM war ein Aufbruch in den Ungeist. Wieder, wie im 1. Teil „Verführung“, werden die gleichen Kommentare gebracht: Verführung durch gefühlsmäßige Ansprache, durch den schönen Schein, durch das Singen von Liedern oder durch Gehirnwäsche. Kaum wird eine positive Aussage eines ehemaligen BDM-Mädchens gemacht, wird direkt dahinter ein negativer Kommentar gegeben. So hört man auch nicht die Fragen, die zuvor gestellt worden sein könnten, zum Beispiel: „Was sagen Sie heute zu Ihrer Arbeit im BDM, nachdem Sie erfahren haben, wie es zu dem Krieg kam und was sonst noch alles in der Partei passiert ist?“ Dabei ist wieder zu bedenken, dass durch die Art der Fragestellung eine gewisse Antwort provoziert wird. Abgesehen davon, dass nicht alles stimmt, was heute erzählt wird, täuscht nach so vielen Jahren auch das Erinnerungsvermögen. Zum Beispiel: Das Thema Rasse ist in HJ wie ins BDM kaum behandelt worden, weil dieses Thema kompliziert war, durften nur besonders in diesen Fragen ausgebildete Führer bzw. Führerinnen darüber sprechen. Es ist auch nicht gesagt worden, dass es gute oder schlechte Rassen gibt. Zwei Aussagen waren als Ausgangspunkt maßgeblich: die von Benjamin Disraeli, dem Premierminister von Queen Victoria – selbst Jude – „Die Rassenfrage ist der Schlüssel zur Weltgeschichte“, und der alte Spruch: „Der Weiße ist von Gott und der Schwarze ist von Gott, der Mischling aber ist des Teufels“. Wenn einige damals „die nordische Rasse“ als die bessere darstellen wollten, wurde oft im BDM humorvoll reagiert „blau, blond und blöde“. In den Heimabendmappen ist das Thema der Juden gar nicht behandelt worden.

Über Muttertum wurde im BDM kaum gesprochen, denn die Mädels sollten ihrem Alter gemäß angesprochen werden. Die 14jährigen kletterten ja oft noch auf die Bäume. Wenn ältere Mädels schwanger wurden, was kaum vorkam, da sie weniger frühreif waren als die heutigen, flogen sie nicht raus aus dem BDM, sondern wurden entlassen, da sie ja keine Mädels mehr waren. Die BDM-Führung war der Ansicht, dass die Mädels, die gesund waren an Körper, Seele und Geist, von allein einmal eine gute Mutter würden, ohne dauernd darüber zu sprechen. So einfach konnte man sich nicht vom Schulbesuch zum Dienst in der HJ abmelden. Für kurze Zeit war geplant, den Samstag für den HJ-Dienst grundsätzlich freizuhalten. Als man erkannte, dass alle Lehrlinge nicht teilnehmen konnten, sondern nur die höheren Schüler, wurde dieser Plan wieder fallengelassen.

Die Lieder, die angeblich nur nachgeplappert worden sind, hätten angeblich verderblich auf Junge gewirkt. Wer die Lieder der Hitler-Jugend kennt, kann diese Aussage nicht nachvollziehen. Das einzige, immer wieder beanstandete Lied, „Es zittern die morschen Knochen“, war für den BDM verboten. Abgesehen davon war es von Hans Baumann noch in der Katholischen Jugend entstanden.

Der Reichsjugendführer hatte ausdrücklich gefordert, dass nur gesungen werden dürfte: „Heute, da hört uns Deutschland…“ „Auch Mädchen sollten hassen lernen.“ Wieder so ein frei erfundener Kommentar. Warum? Weil sie Gasmasken aufsetzen mussten bei einer Luftschutzübung? Von Hass ist selbst im Krieg nie die Rede gewesen. In einer Jugendkundgebung wurde Churchill verspottet, aber Hass gab es nicht. Unglaublich ist, was eine schon mit zwölf gewusst haben wollte. Vielleicht, dass es KZs gab, woher aber, dass die Menschen darin gequält wurden? Pastor Niemöller hat sich beschwert, dass die Bettwäsche nicht oft genug gewechselt wurde! Die in den KZs saßen, waren meistens kriminelle Wiederholungstäter. Daher brauchte man im Krieg hei absoluter Verdunkelung keine Angst vor Überfällen zu haben. Und, das Märchen von Lampenschirmen aus menschlicher Haut glaubt heute sowieso kein Mensch mehr. In einem Lager, wo Misshandlungen vorgekommen waren, ist der Lagerleiter Koch durch ein SS-Gericht zum Tode verurteilt. Die Aussagen der Flakhelferin, eine RAD-Maid im Kriegshilfsdienst und kein Kind mehr, entsprechen nicht den Tatsachen. Die Helferinnen hatten die Aufgabe, die Scheinwerfer zu richten. Den Schuss tätigte nur der für das Geschütz verantwortliche Offizier. Wollte sie sich als Humanistin darstellen, ohne zu bedenken, wie viele Menschen durch die Bomben des nicht abgeschossenen Feindflugzeuges den Tod finden würden? Sicher ist es bedrückend, im Krieg verwundete Soldaten zu pflegen, junge verstimmende Menschen, oft mit großen Schmerzen. Wer hat diesen Krieg denn über uns gebracht? Churchill, Roosevelt, Stalin. Hitler hatte diesen Krieg nicht gewollt, was durch Dokumente belegt ist. Es wird nur immer wieder den Deutschen eingehämmert, dass wir die Schuldigen wären, und die Deutschen glauben es.

Teil 3 „Zucht“ – Die „Eliteschulen“

Es ist schon erstaunlich zu sehen, mit wieviel Aufwand weitgehend das vermeintlich Negative der Elitenausbildung im Dritten Reich dargestellt wird und wie dort, wo in den Aussagen der Zeitzeugen Positives aufkommt, dieses sofort relativiert wird, mit dem Hinweis, dass dies nur der Verführung diente und zum Kriege führte. Dass Reichsjugendführer von Schirach zu Rommel gesagt hatte, „Ich erziehe die Jugend für den Frieden, nicht für den Krieg“, wird dabei verschwiegen. Die Darstellung geht davon aus, dass Erziehung zur Härte, besonders gegen sich selbst, dass Erziehung zu Ausdauer und Prinzipientreue an sich schon verwerflich ist. Und dann wird trotzdem festgestellt, dass „erstaunlich viele Absolventen dieser Zuchtstätten … in der Demokratie Karriere gemacht haben in Wirtschaft, Publizistik, Politik und Diplomatie“ (S. 9, die folgenden Seitenangaben beziehen sich auf das Begleitbuch zum Film: „Hitlers Kinder“ von Guido Knopp, Bertelsmann, München 2000). „Erstaunlich viele Eliteschüler haben es im Leben erstaunlich weit gebracht. Sie haben sich durchgesetzt, wie es ihnen beigebracht wurde – mit Disziplin, Härte, Ausdauer.“

Nur ein Beispiel: Der frühere Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, hat Ende November 1989 in einem Fernsehinterview mit Claus Hinrich Castorff sich offen dazu bekannt, Elite-Schüler gewesen zu sein. Er sagte auch noch – hören Sie gut zu, Herr Knopp –: „Wir müssen das, was wir denken, auch sagen, wir müssen das, was wir sagen auch tun, und wir müssen das, was wir tun, auch sein.“

Also, Herr Knopp, entweder war die Erziehung schlecht oder sie war gut genug, „erstaunlich“ viele Absolventen „erstaunlich“ weit zu bringen. Wenn das so ist, dann sollten Sie aber auch sagen, dass die Erziehung nicht schlecht gewesen sein kann. Männer, die in Eton erzogen wurden und Andere, die Westpoint absolvierten, sagten, dass sie nicht zuletzt im Hinblick darauf ausgebildet wurden, dem britischen Weltreich zu dienen, die anderen sollten in der Lage sein, für die USA jeden Krieg zu gewinnen. Wenn diese Männer von den Erziehungsmethoden unserer „Eliteschulen“ hörten, waren sie nicht erstaunt. Für sie war das nichts Neues. Wenn die Erziehung an den „Eliteschulen“ des Dritten Reiches, von Knopp verächtlich „Zuchtstätten“ genannt, zum Ziele hatte, der Förderung von Aktivität und Disziplin, von Härte und Tüchtigkeit und Effizienz, von Kampfbereitschaft und Opferbereitschaft, von Gehorsam, Ausdauer, von Liebe zum eigenen Volk und der Achtung anderer zu dienen, dann waren diese Ziele für die Absolventen englischer und amerikanischer Eliteschulen selbstverständliche Ideale und sind es ihnen heute noch. So ist es nur verständlich, dass auch die meisten ehemaligen Schüler der Eliteschulen des Dritten Reiches heute auf ihre Schulzeit positiv zurückblicken. Sie möchten die erhaltene Erziehung nicht missen, hat sie diese doch, wie Herr Knopp zugeben muss, „erstaunlich“ weit gebracht. Die Eliteausbildung, wie die Erziehung der Jugend im Dritten Reich überhaupt, einzig und allein als Verführung darzustellen, als ständige Indoktrination zu begreifen, entspricht dem heutigen Zeitgeist, der dies strikt ablehnt. Dann müssen sich aber Filmemacher und Buchautoren, wie Guido Knopp, auch sagen lassen, dass das, was sie tun, mit den gleichen Mitteln der Indoktrination arbeitet, hei dem Versuch, dem heutigen Zuschauer und Buchleser, die damalige Zeit im Sinne des heutigen Zeitgeistes darzustellen.

Wenn Indoktrination verwerflich ist, dann ist sie es immer. Natürlich erfolgte die Erziehung der Jugend im Nationalsozialismus des Dritten Reiches der Vorgaben der damaligen Ideologie. Keine Jugend kann sich die Zeit aussuchen, in der sie leben muss. Sie hat immer nur die Chance, aus ihrem Leben das Beste zu machen. Und das ist ihr offensichtlich nach 1945 auch gelungen. Die nachstehenden Ausführungen, die sich mit Einzelheiten über die Adolf-Hitler-Schule befassen, stammen von einem Schüler, der selbst von 1937 bis 1942 diese besuchte:

Wenn Klaus Geue, ehemaliger Adolf-Hitler-Schüler, sagt, dass „das Ziel … Gauleiter in Sibirien“ sei, dann sollte man das als Scherz von Zwölfjährigen sehen, denn Sibirien gehörte, als Geue zur AHS kam, schon lange nicht mehr zu den Gebieten, die zu erobern die Deutschen in der Lage gewesen wären. Was hier an der Aussage Geues kritisiert wird, wäre für englische Etonschüler ganz selbstverständlich gewesen, Funktionen in fernen Gebieten des britischen Weltreiches anzustreben. Wenn Klaus Geue, der „für wenige Monate Adolf-Hitler-Schüler“ war und danach wieder eine „normale“ Schule besucht hat, schon nach so kurzer Zeit „feststellen musste, dass er Wissenslücken hatte“ (S. 106), dann ist seine Aussage nicht ernst zu nehmen. Anders dagegen die von Harald Grundmann, der die AHS von Ostern 1940 bis zum September 1944 besuchte und die Abiturprüfung bestanden hat. Wenn er über die Erzieher sagt, sie „hatten das beste Wollen, aber nicht genug Wissen“ (S. 196) und sich beklagt, wie mangelhaft die Kenntnisse in Mathematik waren (S. 204), dann muss aber ergänzt werden, dass das Nachlassen der Ausbildungsqualität während der Kriegsjahre an allen Schulen und den „Eliteschulen“ festzustellen ist. Bombennächte, Luftschutzeinsätze, Dienst als Flakhelfer, Einsatz als Lagermannschaftsführer in der Erweiterten Kinderlandverschickung (KLV) sind nur einige Gründe dafür. Der Schreiber dieser Zeilen jedenfalls stellte 1946, als er ein Ingenieur-Studium begann, fest, dass er in Mathematik durchaus gut ausgebildet war, hatte er doch zum Beispiel in der Schule sogar schon Vektorrechnung geübt, von der viele seiner Mitstudenten, Abiturienten „normaler“ Schulen noch nichts gehört hatten. Zu der von Grundmann gemachten Aussage, die Erzieher hätten „nicht genug Wissen“ gehabt, ist festzuhalten, dass diese Lehrer, soweit sie aus dem Krieg zurückkamen, fast alle wieder in den Schuldienst aufgenommen und nach ihrer Lehrertätigkeit als Oberstudienräte oder Studiendirektoren pensioniert wurden Einige andere waren in der Schulverwaltung als Schulrat, als Leiter von Schulabteilungen, Leitende Regierungsschuldirektoren tätig. So schlecht kann also die Leistungsfähigkeit der Erzieher nicht gewesen sein.

Zu dem Bericht über die Impfung, den Klaus Greue von sich gibt, erübrigt sich jeder Kommentar. Dass Herr Knopp die Geschichte mit der bei der Impfung absichtlich abgebrochenen Spritzennadel (S. 101) als glaubhaft weitergibt, zeigt seine Geistesverfassung, seinen Drang, möglichst viel Negatives zusammenzutragen, egal ob wahr oder nicht. Wenn Theo Sommer, geboren 1930, Schüler der Al IS ab Herbst 1942, berichtet, dass er Schwimmbad „mit Tournister und Stahlhelm vom Zehnmeterbrett springen“ musste (S.190), 191)), so ist es nicht ernst zu nehmen, denn auf den AHS gab es keine Stahlhelme, schon gar nicht für zwölf bis vierzehn Jahre alle Jungen. Dass Sommer und seine Mitschüler mit den Motor des Autos von Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley der ihnen der Inbegriff eines Bonzen war „zertreten haben“ (S.214) ist einfach Schwachsinn. Wer kann schon einen Motor zertreten? Oder meinte Sommer die Motorhaube? Einen Zeugen für diese Tat habe ich nicht finden können. Ebenso fehlt auch ein Zeuge die von Hardy Krüger berichteten „zwei Löcher“, die er „zusammen mit anderen auf einen zugefrorenen See auf einem zugefrorenen See ins dicke Eis hacken musste“ um dann dann unter der Eisdecke hindurch von einem Loch zum anderen zu schwimmen (S.190).

Man mag diese Anmerkungen zu solchen Einzelheiten „für kleinlich“ halten. Aber wenn ein Autor in solchen Kleinigkeiten ungenau arbeitet, sinkt das Vertrauen in die Zuverlässigkeit seiner übrigen Angaben, die für den besser „nicht mit relativ einfachen Mitteln überprüfbar sind“, wie F. P. Trotier in der FAZ vom 31.1.1992 schreibt. Und was für den von Trotier genannten Autor gilt, trifft auch auf Filmemacher und ihre Zeitzeugen in besonderem Maße zu. So ist auch die Darstellung über zwei Adolf-Hitler-Schüler, die als „Werwölfe“ tätig geworden sein sollen (S 222 f.), schlecht recherchiert. Es waren drei Jungen, zwei davon Schüler der AHS. Von Letzteren konnte einer nach der Verhaftung durch die Amerikaner diesen entkommen. Die beiden anderen wurden verurteilt und am 1.6.1945 hingerichtet. Das waren der Adolf-Hitler-Schüler Heinz Petry und der Hitlerjunge Josef Schöner (nicht Schener). In der Urteilsbegründung des US-Militärgerichts diente der Spionagevorwurf nur als Vorwand, denn der Vorsitzende des Militärgerichtshofes betonte in der Urteilsbegründung „dass die Verantwortung für das Schicksal der beiden Jungen die nationalsozialistischen Führer tragen, die sie in den Tod geschickt haben. Die deutschen militärischen und politischen Führer zwingen uns“, erklärte der Vorsitzende „Feuer mit Feuer und Blut mit Blut zu bekämpfen. Wir werden nicht dulden, dass sich die Verantwortlichen hinter Frauen und Kindern verstecken.“ Soweit der Gerichtsvorsitzende zu diesem „Abschreckungsurteil“, einem Unrechtsurteil gegen sechzehn und siebzehn Jahre alte Jungen, deren Schuld die Todesstrafe nicht rechtfertigte. Nachzulesen ist der zitierte Text in den „Aachener Nachrichten“ von 6. Juni 1945. Die von Guido Knopp genannten Vornamen der Jungen. die er mit „Franz“ und „Herbert“ angibt, stimmen also nicht. Auch der Hitlerjunge, der entkommen konnte, führte keinen dieser Vornamen.

Dazu ist noch zu vermerken: Der Werwolf entstand am Kriegsende, angeführt von einem SS-Führer. Die Hitler-Jugend hatte mit ihm nichts gemeinsam, lehnte ihn sogar ab. Einzelne Jugendliche wurden von Werwolf-Leuten angesprochen und geworben, bei ihnen mitzumachen. Sie kamen dann aus eigenem Entschluss. Die wiederholte Behauptung, der Sport habe vor der geistigen Bildung Vorrang gehabt, kann so für die AHS nicht gelten. Die für die Schulen verantwortlichen Führer haben immer wieder darauf hingewiesen, dass im Vordergrund die geistige Ausbildung zu stehen habe, gefolgt von der körperlichen Ertüchtigung und der musischen Bildung, der ein gebührender Raum einzuräumen sei. Die Methode, alle Stunden, die unter der Rubrik Sport im Dienstplan eines Internatsbetriebes aufgeführt sind. mit denen „normalen“ Schulen zu vergleichen, ist unkorrekt, es sei denn, man addiert die freizeitlichen Sportaktivitäten solcher „normaler“ Schüler hinzu. Dann wird man sehen, dass auch im Internat der Sport nicht die erste Rolle spielt. Die weitere Vermutung, dass die „Weltanschauliche Schulung“ im Vordergrund standen habe, lässt sich, jedenfalls soweit es die AHS beruft nicht bestätigen. Gerade in diesem Bereich wurden erhebliche Mängel festgestellt, wie sich bei der ersten Abiturprüfung 1942 zeigte, als die Prüflinge das Parteiprogramm der NSDAP nicht kannten, wie Joachim Baumann berichtet (S. 206)

Welches Gebiet hat nun im Vordergrund der Erziehung gestanden? Der Sport oder die weltanschauliche Schulung? Sie sind sich selbst wohl nicht im Klaren, Herr Knopp. Beantworten kann dieses wohl am besten der Reichsjugendführer Baldur von Schirach, der Initiator der Adolf-Hitler-Schulen. „Die Entscheidung, die wir in diesem Wendelpunkt zu erfüllen haben, ist die Entscheidung zwischen der Seele und dem kalten Intellekt … Denn intellektueller Dünkel galt meist mehr als Volk, Fahne und Vaterland … wird jene Macht offenbar; die der Intellektuelle leugnet, weil er sie ebenso wenig zu denken vermag wie den Gott, der sie uns gab. Die Macht des Gemütes … Die Waffen des Intellektes werden dieser Generation gegeben, und zwar die schärfsten und härtesten, aber sie sollen nicht um ihrer selbst willen … gebraucht werden, sondern einer höheren Idee dienen.“ (Auszug aus seiner Rede, gehalten anlässlich der Grundsteinlegung zu neun Adolf Hitler-Schulen 1938) Und was die Aussagen von Albert Speer, der uns ja nicht nur ein Märchen überliefert hat, betrifft, der meint, dass die an den Adolf-Hitler Schulen erzogenen Jungen, sogar in Parteikreisen zuweilen als rücksichtslos und überheblich angesehen wurden (S. 158), so wurde er nach Erscheinen seines Buches darauf hingewiesen, dass die Jungen sofort nach dem Abitur zur Wehrmacht kamen und also den „Parteikreisen“ kaum unangenehm aufgefallen sein können.

Auf eine weitergehende Kritik am Filmwerk Guido Knopps soll hier verzichtet werden; wollte man sie ernsthaft betreiben, würde sie ein ganzes Buch füllen. Sie hätte auch deshalb wenig Sinn, weil man zuerst die Auswahl der Zeitzeugen und dann das Herausschneiden von Teilen ihrer Aussagen behandeln müsste. Denn mit dem Vorsatz, Dinge aus opportunistischen Gründen negativ darzustellen, auch dann, wenn man es besser weiß, kann sich der Kritiker kaum auseinandersetzen, ohne ins Uferlose zu geraten. „Es wird immer darauf ankommen, ob das, was als Wahrheit ausgegeben wird, auch Wahrheit ist“. („Der gerade Weg“ vom 3.1.1932, S. 1).

Teil 4 „Krieg“ und Teil 5 „Opferung“

Teil 4 „Krieg“ und Teil 5 „Opferung“ gehen ineinander über, wobei es sich meistens um Aussagen von Soldaten handelt und nicht von Kindern.

„Die Jungen wurden zum Singen, Marschieren und für den Krieg erzogen“ Welcher Unsinn! Wenn Herr Knopp sich mehr mit dem Thema Hitler-Jugend beschäftigt hätte, hätte er schon bei Diwald nachlesen können: Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach hat Oberst Rommel, als der ihn auffordert, die Jugend mehr militärisch auszubilden, geantwortet: „Ich erziehe die Jugend für den Frieden und nicht für den Krieg.“ Es ist auch längst bekannt, dass Hitler nicht zum Vergnügen die Sowjetunion „überfallen“ hat, sondern dass es ein Präventivschlag war, da der Deutschen Wehrmacht bekannt gewesen ist, dass Stalin mit seinen Truppen aufmarschiert war, um über Deutschland bis zum Atlantik ganz Europa einer bolschewistischen Herrschaft zu unterstellen.

Hitler brauchte die Jugend nicht als Werkzeug für die Kriegsführung einzusetzen. Das war gar nicht nötig, denn die HJ meldete sich freiwillig und erfand selbst Möglichkeiten für ihren Kriegseinsatz in der Heimat. Dieser wird überhaupt nicht gezeigt, weil es ein Einsatz ohne Waffen war. Es ist doch selbstverständlich, dass die Jugend, wo immer möglich, sich für ihr Vaterland, wenn es bedroht wird, einsetzt.

Die Swing-Gruppe in Hamburg, die sich englisch kleidete und tanzte und lange Haare trug während der Zeit, als englische Flieger Hamburg mehrfach angriffen, wurde nach einiger Zeit ihres Auftretens verboten. Die Jugendlichen, die oft unter Einsatz ihres Lebens Brände löschten und Verschüttete aus den Trümmern bargen, hatten absolut kein Verständnis für dieses Verhalten der Swing-Gruppe.

Die Jugendlichen, die im Geländesport sich zu tarnen lernten, taten nichts anders als die Pfadfinder und andere Jugendverbände des Auslandes. Zudem ist zu vermerken, dass das Reichskuratorium für Jugenderziehung im Herbst 1932 nach Genf gefahren und sich diese Art des Geländesports vorn Völkerbund hat genehmigen lassen. Das war zur Zeit der Weimarer Republik!

Der etwas makabre Aufruf zum Spenden für das Winterhilfswerk „Spendet unverdrossen, wer nicht spendet, wird erschossen“ war einer von sonst vernünftigen Aufrufen, die sich ein pubertierender Junge als Witz ausgedacht hatte und der von niemandem ernst genommen wurde. Was Herr Knopp so alles findet, um seine Negativdarstellungen zu bereichern!

HJ-Fallschirmjäger hat es nie gegeben. Jungen der Adolf-Hitler-Schulen beziehungsweise der National-politischen Anstalten haben Sprünge von einem höheren Niveau aus in ein Sprungtuch gemacht, um ihren Mut zu beweisen. Die SS-Division „Hitler-Jugend“ bestand aus ehemaligen HJ-Mitgliedern, die sich im einzugsfähigen Alter freiwillig zur Aufstellung dieser Division gemeldet haben. Es waren also keine Kinder mehr.

Die Behauptung, toten Fliegern sei die Uniform ausgezogen worden, ist nicht nachvollziehen. Was soll ein Junge mit dieser Pilotenuniform anfangen, zumal sie für ihn wahrscheinlich zu groß war. Wenn ein früherer HJ-Angehöriger im Film bestätigt, dass Jugendliche gezwungen worden sind, sich an der Erschießung von Gefangenen, aufgrund von Wehrmachtsbefehlen zu beteiligen, so kann man nur sagen, dass es solche Befehle der HJ-Führung nicht gab, und die Wehrmacht keine Befehlsgewalt über die Hitler-Jugend hatte. Wenn es wirklich passiert ist, dann wir es eine illegale Handlung. Die Bilder, die zeigen, dass Jugendliche in Bergwerken tätig waren, sind völlig unverständlich, denn die Reichsjugendführung hatte ausdrücklich durch ein Jugendschutzgesetz erreicht, dass die Beschäftigung von Jugendlichen in Bergwerken verboten war.

Interessant ist die Aussage von Herrn Bölling, der ja eng mit Bundeskanzler Wily Brandt zusammengearbeitet hat. Böllings Mutter war Jüdin: das erzählt er in diesem Film, und daß er leider aus der HJ ausscheiden musste. Aus der Schilderung von Herrn Bölling ist erkennbar, dass dies für ihn schmerzlich war, folglich muss er sich ja als Halbjude in der HJ wohl gefühlt haben. Er wusste wohl nicht, dass man einen Antrag stellen konnte, als Halbjude in der HJ bleiben zu können, der meist genehmigt wurde.

Bei den Aussagen von HJ-Führern in diesem Knoppschen Film ist zu bedenken, dass viele von der Planung der Reichsjugendführung über Ausbildung und Einsatz der 16 jährigen Jungen nicht informiert waren. Die 1942 beabsichtigte Einrichtung von Kasernenlehrgängen des Heeres für die älteren Hitlerjungen zur militärischen Ausbildung führte zur Schaffung der Hitler-Jugend. Adolf Hitler verfügte die Erfassung und Ausbildung von Jugendlichen des letzten zum Wehrdienst anstehenden Jahrgangs durch kurzfristige Lehrgänge in Lagern der Hitler-Jugend. Die Wehrmacht hatte zur Unterstützung der Hitler-Jugend HJ-Führer, bewährte Frontoffiziere, die im Ersatzheer standen und nicht mehr kriegsverwendungsfähig waren, für diesen Zweck abgestellt. Ziel dieser Lager war unter anderem die jugendgemäße waffenlose Ausbildung ins Gelände, ergänzt unter anderem durch Schießausbildung. Im Dezember 1944 nach Aufruf zum Volkssturm gelang es der Reichsjugendführung, die Wehrtüchtigungslager zum Volkssturm III. Aufgebot erklären zu lassen. Jetzt musste erstmalig die Ausbildung am Sturmgewehr, Maschinengewehr und Panzerfaust erfolgen. Zugleich gab es den Auftrag, diese Lager bei Vordringen des Feindes in feindfreies Gebiet zurückzuführen, was im Westen weitgehend gelang. Damit wurde viel junges Blut gespart. Die Panzernahkampfeinheiten standen in keinem Zusammenhang mit den WE-Lagern. Sie wurden gebildet aus Freiwilligen der HJ und der WE-Lager, die in der Panzernahbekämpfung und der Panzerfaust ausgebildet wurden. Ihre Aufgabe sollte sein, hinter der Front, wo sie aufgestellt wurden, durchgebrochene Panzer zu vernichten.

Durchgebrochene Feindpanzer in unserem Heimatland waren nicht nur eine Gefahr für die Wehrmacht, sondern auch für die deutsche Zivilbevölkerung schlechthin. Es ist doch selbstverständlich, dass man sich dieser Lebensgefahr erwehren will. Gerade die Jugend hatte den Willen zur Selbstverteidigung. Eine Ausbildung durch die Hitler-Jugend war Selbstschutz und Lebenserhaltung. Man muss den Krieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung erlebt haben, um den Abwehrwillen der Jugend richtig zu bewerten. Da bedurfte es keiner Befehle von oben, sondern diese Einsätze geschahen situationsbedingt.

Als die Fronten im Osten zusammenbrachen, gerieten Hitler-Jugend-Einheiten (Volkssturm III. Aufgebot und einige Panzervernichtungseinheiten) – was eigentlich untersagt war – in die Hauptkampflinie. Dafür ist der Reichsjugendführer nicht verantwortlich zu machen. Mit dem Einsatz von 500 Jungen an der Pichelsdorfer Brücke unter der Führung von Hauptamtschef der Reichsjugendführung Dr. Sehländer, einem erfahrenen Offizier des Ersten Weltkrieges, sollte eine Ausbruchstrasse aus Berlin freigehalten werden für wichtige Melder. Ein „Judenmörder Himmler“, wie Herr Appel anführt, hat diese Brücke nicht passiert. Bis auf, Gott sei Dank, im Verhältnis geringe Verluste hat Dr. Schlünder die Jungen aus Berlin herausgeführt. Der erbitterte Kampf an den Seelower Höhen wurde von einigen Soldaten, nach dem „Warum“ befragt, wie folgt beschrieben: „Solange sie den Fluchtweg für Frauen und Kinder aus dem Osten freihalten konnten, hätten sie gekämpft. Er hätte sich sonst schämen müssen. So einfach war das!“ Ein weiteres Motiv: Immer wieder wurde den Soldaten an der Ostfront versichert, dass der große militärische Umschwung durch den Einsatz ganz neuartiger, gewaltiger Waffen bevorstünde. Es gelte nur Zeit zu gewinnen. Noch in einem Befehl der neunten Armee und des 50 Korps wurde diese Frist mit genau drei Jahren beziffert.

Die Zwänge der Schlussphase des Krieges sind zu berücksichtigen. Fest steht, dass zum Beispiel der heroische Abwehrkampf von HJ-Mitgliedern in den U-Bahnschächten und Straßen des ausgebombten Berlin reine Selbstverteidigung waren. Er entsprang dem Nationalgefühl der Jugend und auch dem Wissen über die furchtbaren Greueltaten der russischen Armee an deutschen Zivilisten, wobei hierfür sogar der ausdrückliche Befehl des russischen Oberbefehlshabers, General Schukow, bekannt geworden war. Dazu noch die Hetze von Ilja Ehrenburg, gerichtet an die russischen Soldaten: „Tötet! Tötet! Es gibt nichts, was an den Deutschen unschuldig ist, die nicht und die Ungeborenen nicht! Folgt der Weisung des Genossen Stalin und zerstampft für immer das faschistische Tier in seiner Höhle. Brecht mit Gewalt den Rassenhochmut der germanischen Frauen! Nehmt sie als rechtmäßige Beute!“ Das war verzweifelte Selbstverteidigung des eigenen Lebens, aber auch des Lehens der Mütter und Geschwister. In dieser Endphase des grauenhaften Krieges in Berlin gab es keine Befehle der obersten HJ-Führung mehr. Nachrichtenmittel standen nicht mehr zur Verfügung, wohl aber war durch die Erziehung durch die HJ ein diszipliniertes, unsichtiges Verhalten gelehrt worden und so erwies sich offenbar Wehrtüchtigkeit als eine Schulung der Lebenserhaltung.

Man bedenke: Da hat Churchill am Ende des Krieges, als eindeutig militärisch klar war, dass wir den Krieg nicht mehr weiterführen konnten, den Befehl gegeben, Dresden, Würzburg und andere unverteidigte Städte mit Frauen und Kindern mussten sterben. Das wird nicht angeklagt. Daß aber Jungen in verzweifelter Lage, sowohl sich als auch andere verteidigten und zur Flucht verhalfen das ist wohl unter den Kriterien des Herrn Knopp ein Verbrechen.

Wer an der Front war und das Schicksal von schlecht ausgebildeten Soldaten erleben musste, der kann nur mit Respekt an die vorsorglich in der HJ eingeführte Wehrertüchtigung denken. Das war Lebensbewahrung! Wer an die Großtaten der HJ-Führung zurückdenkt weiß, dass abertausende von Jugendlichen in der vorbildlichen Kinderlandverschickung von dem Bombenterror gerettet wurden. Hochgerechnet wurde eine Million.

In den letzten beiden Kapiteln wird nur noch von Krieg gesprochen und am Ende treten Männer auf, die mit dem furchtbaren Leiden und Sterben von Soldaten berichten, was verständlicherweise noch heute ein Alptraum für sie ist. Krieg ist immer furchtbar, nur Hitler hatte diesen Krieg Nicht gewollt (siehe die Dokumentation im Anhang meines Buches „Ein Leben für die Jugend“, Deutsche Verlagsgesellschaft Schaft, Preußisch Oldendorf, 1999). Sein Ziel war ein Sozialstaat höchster Kultur.

Die Männer, die berichten, sind fast alle Soldaten und keine Kinder mehr. Wenn heute ein Offizier in der Bundeswehr ist, der noch ein Jahr im Jungvolk war, gehört er nach Auffassung von Herrn Knopp immer noch zu Hitlers Kindern. Wenn man in alten Filmen sieht, wie Hitler noch sehr junge Hitler-Jungen – auszeichnet mit dem Eisernen Kreuz – empfängt, dann waren das keine Jungen, die von Axmann im Krieg eingesetzt wurden sind, sondern Jungen, die auf der Flucht aus dem Osten die Mutter verloren hatten und sich in ihrer Not schutzsuchend einer Volkssturmeinheit, die auch aus dem Osten kam, angeschlossen hatten.
Alles in allem wird Herr Knopp in der ganzen Serie von „Hitlers Kindern“ in seiner Darstellung der historischen Wahrheit nicht gerecht, weil er das letzten Endes er das letzten Endes gar nicht will. Er ist ein fähiger Mann, das sieht man an dem „Deutschlandspiel“ zum 10. Jahrestag der Wiedervereinigung, weil er da sachlich vorgeht. Aber die heutige Zeit, der er sich ganz und gar anpasst, verlangt eben, dass die ganze NS Zeit in Deutschland negativ dargestellt wird im Gegensatz zum Ausland, wo man nicht so subjektiv befangen ist. Herr Professor Knopp erwartet aber Anerkennung in Deutschland. Wie kann er diese Negativ-Darstellung der damaligen Zeit als Historiker eigentlich mit seinem Gewissen vereinbaren?

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Wir wissen, wohin wir gehören. Was die Zukunft im einzelnen für uns birgt, vermögen wir nicht zu erkennen; welche Formen unser Sehnen einmal annehmen wird, können wir nicht genau sagen. Aber wir sehen ferne ein Ziel leuchten und haben uns auf die Wanderschaft zu ihm begeben. Es drängt uns dazu unwiderstehlich, und dieser Glaube wird uns einst recht geben. Wir sind die Vorläufer einer neuen Zeit, und selbst wenn viele oder alle von uns sie nicht erleben sollten, so werden wir doch an unserem Ende sagen können: Wir haben gelebt, und es war schön, zu leben und zu kämpfen…

Alfred Rosenberg

Mein Lieblings GESCHICHTSVERFÄLSCHER und GENERALLÜGNER DER DEUTSCHEN GESCHICHTE!!!

Hochverrat und Kollaboration mit dem Feind wird auch heute noch mit der Höchststrafe geahndet, Herr Knopp!!!

 

Via Heinrich van Götland und http://www.globalecho.org

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